Betreuungsleistungen

Pflegebedürftige in häuslicher Pflege, bei denen neben dem Hilfebedarf im Bereich der Grundpflege und der hauswirtschaftlichen Versorgung ein erheblicher Bedarf an allgemeiner Beaufsichtigung und Betreuung gegeben ist, haben nach § 45a, § 45b SGB XI Anspruch auf zusätzliche Betreuungsleistungen. Bei Vorliegen des besonderen Betreuungsbedarfs können solche Leistungen auch Pflegebedürftige in Anspruch nehmen, deren Hilfebedarf im Bereich Grundpflege und hauswirtschaftliche Versorgung nicht das Ausmaß der Pflegestufe I erreicht, weil sie insbesondere im Bereich der Grundpflege nicht mindestens 45Betreuung Minuten täglich der Hilfe bedürfen („Pflegestufe 0“).

Die Betreuungsleistungen wurden durch das Pflegeleistungs-Ergänzungsgesetz mit Wirkung zum 1. Januar 2002 eingeführt und gelten seit dem 1. Juli 2008 auch für die Pflegebedürftigen der „Pflegestufe 0“.

Als Betreuungsleistungen kommen in Betracht Tages- oder Nachtpflege, Kurzzeitpflege, Betreuungsleistungen eines zugelassenen Pflegedienstes oder so genannte niedrigschwellige Betreuungsangebote, bei denen Helfer und Helferinnen unter pflegefachlicher Anleitung die Betreuung in Gruppen oder im häuslichen Bereich übernehmen sowie pflegende Angehörige entlasten und beratend unterstützen. Die Pflegeversicherung übernimmt oder erstattet die Kosten für diese Leistungen bis 125 Euro monatlich (Grundbetrag).

Quelle Wikipedia